Endspurt – See Genezareth

30.09.2014

Nachdem wir uns gestern wegen eines kurzen Regenschauers nicht dazu entschließen konnten, war der See Genezareth heute fällig. Schließlich müssen wir morgen in Richtung Tel Aviv abreisen, da am 02.10. bereits in der Früh unser Flieger in Richtung Istanbul startet.

Bereits im Vorfeld hatten wir uns vor einigen Tagen über das Internet über die Buchung eines Mietwagens informiert. Entgegen der Angaben im Reiseführer mussten wir feststellen, dass die gängigen Autovermieter für Ausländer die Vorlage eines Internationalen Führerscheins verpflichtend vorsehen. Somit konnten wir leider nur mit dem Bus nach Tiberias fahren (Egged Linie 430 vom Busbahnhof Merkazit ha-Mifrats).

Tiberias ist die größte Stadt am See Genezareth und vom äußeren Erscheinungsbild her auf Touristen eingestellt. Es gibt viele Restaurants und etliche Hotels in Seenähe, auch werden von unterschiedlichen Anbietern Bootsfahrten auf dem See angeboten. Insgesamt fanden wir – wie an vielen anderen Orten unserer Reise – aber kaum Touristen vor.

Zunächst waren wir etwas enttäuscht, in Tiberias festzusitzen, da sich ein paar biblischen Stätten auf der Nordseite des Sees befinden, z.B. der Berg, an dem die Bergpredigt stattgefunden haben soll, der Platz der wundersamen Brotvermehrung und die Stelle, an der Jesus sich nach seiner Wiederauferstehung seinen Jüngern gezeigt haben soll. Auch wären wir gerne auf eine Anhöhe gefahren, um den See vom oben in Ruhe zu betrachten – und einen Blick auf den Jordan hätten wir ebenfalls gern geworfen.

Nachdem wir etwas unschlüssig durch das Städtchen gelaufen waren, haben wir schließlich eine kleine Wanderung in nördlicher Richtung aus der Stadt heraus unternommen und nach den ganzen Hotelanlagen dann tatsächlich eine frei zugängliche Stelle zum See gefunden. Dort haben wir uns auf Steine gesetzt und unsere Füße in den See gehängt – Die Welt war wieder in Ordnung.

Nach einer Weile haben wir gemerkt, dass es an den Füßen kitzelt. Kleine Fische haben unsere Füße umschwärmt und angeknabbert. Es war die reinste Fisch-Pediküre!

Aber es gab auch Krebse, die einen weniger vertrauenserweckenden Eindruck machten. Wir waren deshalb immer auch ein wenig auf der Hut, aus Angst, evtl. gebissen zu werden.

Insgesamt verbrachten wir ca. 1 1/2 sehr angenehme Stunden am See. Die Sonne war warm, aber nicht zu heiß  und wir hatten einen schönen Blick auf die gegenüberliegenden Golan-Höhen.

Um 17:30 Uhr nahmen wir uns dann wieder den – wie üblich überklimatisierten – Bus nach Haifa zurück. In der Abendsonne erstrahlte Galiläa ein einem warmen rötlichen Glanz.

Alles in Allem wieder ein schöner Ausflug an historische Stätte. Denoch empfehlen wir jedem Individualreisenden, auf jeden Fall einen Mietwagen zu nehmen, damit die vielen interessanten Stellen am See Genezareth auch tatsächlich besucht werden können. Nehmt für Eure Israel-Reise also auf jeden Fall einen Internationalen Führerschein mit!

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