Bye, bye, Israel!

 

01. – 02.10.2014

Nachdem unser Flieger am 02.10. bereits um 7:20 Uhr abfliegen sollte und wegen Sicherheitskontrollen empfohlen worden war, drei Stunden vor dem Abflug sich im Flughafen einzufinden, hatten wir beschlossen, nicht noch für eine weitere Nacht ein Hotelzimmer zu buchen, sondern am 01.10. zunächst mal direkt zum Flughafen nach Tel Aviv zu fahren. Vielleicht konnte man dort sein Gepäck abgeben, noch ein paar Stunden in Tel Aviv verbringen und am späten Abend dann wieder zum Flughafen zurückkehren. Im Nachhinein hätten wir entweder einen späteren Flug buchen sollen, auch wenn er dann etwas teurer gewesen wäre oder sogar einen früheren Flug gegen 4:00 Uhr.

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Zunächst machten wir erneut die Erfahrung, dass Israel ein sehr kleines Land ist. Unsere Zugfahrt von Haifa  zum Flughafen in der Nähe von Tel Aviv dauerte gerade mal 1 1/2 Stunden, sodass wir bereits gegen 14:00 Uhr im Flughafen Ben Gurion ankamen. Dort haben wir uns zunächst orientiert und nach einer Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung erkundigt. Auch wenn dies über das Internet von uns nicht ermittelt werden konnte: Es gibt am Flughafen eine Gepäckaufbewahrung und die ist sogar kostenlos. Ihr müsst den Ausgang Nr. eins nehmen, die Straße vor dem Flughafengebäude kreuzen und dann den Schildern „lost and found“ „Luggage room“ folgen, das nach rechts in das Parkhaus zeigt.  Leider ist die Gepäckaufbewahrung aber nur bis 19:45 Uhr geöffnet (an Feiertagen schließt sie noch früher), weshalb wir unser Gepäck dort zwar abgaben, die Idee mit einem nochmaligen Abstecher nach Tel Aviv aber verwarfen. Stattdessen setzten wir uns auf eine Bank außerhalb des Flughafengebäudes  in die Sonne und genossen die letzten Stunden in der Wärme mit Lesen. Dann holten wir unser Gepäck und machten es uns soweit möglich in der Halle, in der die Passagiere ankommen, bequem.

Da die ganze Nacht über Flugzeuge landeten, konnten wir ein ständiges Kommen und Gehen beobachten. Teilweise wurden den Ankommenden mit Gas gefüllte Luftballone überreicht mit Aufschriften wie „I love you“ oder ähnlichen Botschaften, teilweise wurden sie mit Klatschen oder sogar Liedern begrüßt.  Auch sahen wir eine ganze Menge orthodoxe Juden zurückkehren und wir fragten uns, wo diese wohl gewesen waren.

Gegen 4:00 Uhr machten wir uns auf den Weg in den dritten Stock, in dem das Einchecken stattfindet. Dort war allerhand los, auch die Schalter unserer Fluglinie waren bereits besetzt und fertigten Fluggäste ab. Ehe wir dort unsere Koffer aufgeben und unsere Check-In Papiere abholen konnten, mussten wir uns jedoch zunächst – wie die anderen Passagiere auch – einer ausführlicheren Befragung des Sicherheitspersonals stellen. Was wir in Israel gemacht hätten, weshalb wir das Land besucht hätten, wie unsere Beziehung zueinander sei, ob wir die Koffer selbst gepackt hätten und uns jemand etwas mitgegeben hätte… Kristine musste auch erklären, weshalb sie einen Ägyptischen Stempel im Pass hat. Nach der Gepäckausgabe kamen wir dann zu der normalen Pass- und Personenkontrolle. Während ich mich keiner besonderen Konrolle unterziehen musste, traf es Kristine härter: Sie wurde in einen gesonderten Bereich geführt und ihr Handgepäck wurde genauestens inspiziert, wobei bei den einzelnen Gegenstände auch Proben mit Pinseln genommen und untersucht wurden.

Überraschenderweise wurde aber auch bei ihr nichts gefunden und wir trafen uns dann wieder im Duty Free Bereich. Dieser ist als großer Kreis angelegt und wirkt insgesamt sehr groß. Er war bereits zu dieser Tageszeit gut mit Passagieren gefüllt, so dass wir anfangs Schwierigkeiten hatten, uns zu finden.

Am Flughafen in Istanbul haben wir dann noch Zigaretten und eine Flasche Raki gekauft, ehe es bereits nach kurzem Aufenthalt weiter nach München ging.

 

Resumee:

Wir sind uns einig, dass wir einen sehr schönen und vor allem erlebnisreichen Urlaub verbracht haben. Was uns abschließend im Besonderen in Erinnerung geblieben ist:

– die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, egal ob Juden oder Palästinenser;

– der Kinderreichtum; oftmals sahen wir junge Frauen mit zwei kleinen Kindern und einem Schwangerschaftsbauch

– die klimatisierten Busse und Bahnen, in denen man fast schon fror, obwohl es außerhalb dreißig – oder wie am Toten Meer – vierzig Grad warm war

– der Schmutz, v.a. in den arabischen Wohngebieten

– es gab überall Internet und Toiletten

– die extensive Handynutzung der Einheimischen

– die vielen (jungen) Soldatinnen und Soldaten, von den viele mit ihrer Waffe unterwegs sind

– die Notwendigkeit, einen internationalen Führerschein dabei zu haben

– die unwahrscheinliche Fülle von geschichtsträchtigen und religiösen Stätten

– das beständig schöne Wetter

– …

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Bis zum nächsten Mal!

Kristine und Werner

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